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Es war am späten Nachmittag vor 20 Jahren als wir unweit von
Draculas Burg in den Karpaten auf einen Schäfer mit seiner
Herde und seinen Hunden stießen. Und so begann alles. Der
Schäfer lud uns zu einem Lamm in der Grube ein, einer faszinierenden
archaischen Zubereitungsmethode. Loch ausheben, mit Holz füllen,
anzünden und warten, bis alles zu Glut zerfallen war. Inzwischen
Lamm innen und außen würzen, ins Fell einnähen,
in die Grube legen, mit Glut und Erde bedecken. Und warten. Nach
6 Stunden Lamm herausholen, das hart gewordene Fell aufschneiden.
Den wunderbaren Duft werde ich nie vergessen! Das Fleisch war zart,
wie aus dem Römertopf. Dazu gab’s Maisbrei und Schafsmilch
aus Holzbechern. Wir saßen lange um das Lagerfeuer, zupften
mit den Fingern immer wieder vom Fleisch und genossen das einfache
Leben.
Dieses Lebensgefühl wollte ich weitergeben zusammen mit archaischen
Kochmethoden, die es bei allen Völkern gibt. Jede Methode ist
anders, aber alle üben sie die gleiche Faszination aus. Arm
der Mensch, der das nicht erlebt hat.
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